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Mittwoch, 8. August 2007

Hicktown - Demo 2007 (Musik-Download)

Wir schreiben das Jahr 2005. In den Sommermonaten hatten zwei Jugendlichen eine Idee, einer spielte schon seit Jahren Schlagzeug, der andere hat mit dem Gitarrespielen begonnen. zusammen wollten sie aus Jux und Tollerei Lärm machen, zunächst Lieder nachspielen. Im Winter 2005/06 kam ein Bassist hinzu, der gerade mit einem Bass im Gepäck ins kalte Wasser geschmissen wurde. Nun zu dritt wurden weiterhin Lieder gecovert, mehr oder weniger dem Original nahe kommend. Dann folgte noch ein Sänger. Nach einer Zeit bekam dieses nette Beisammensein Struktur, ein Bandname sollte her. Dem Wohnort entsprechend nannte sich die Band Hicktown, auf Deutsch etwa Bauernkaff. Im Sommer 2006 trennten sich die Wege des Bassisten und Sängers mit dem des Drummers und Gitarristen. Letztere fanden Ersatz in Gestalt eines Bassisten. Nach und nach kamen eine Sängerin, und schließlich ein zweiter Gitarrist und Sänger hinzu. Das ist die nun knapp 2 Jahre lange Geschichte der Jugend-Band Hicktown.

Die Musik

Nach einem Jahr des Coverns beliebter Musikstücke, sollten nun eigene Songs her. Ein Glück das der zweite Sänger eine kreative Ader hat. So entstanden nach und nach drei Lieder, die nun als Download auf der offiziellen Seite von Hicktown angeboten werden. Nach langem Überlegen stand die Musikrichtung mit "Alternativ Rock-Pop" fest. Die Melodien der ersten Lieder sind herrlich voneinander verschieden. Schöne Intros mit Gitarre, eingängiger Beat und passende Stimmen mit englischen Texten, das waren die Zutaten der Demo. Für die ersten Lieder sind sie auch in guter Tonqualität entstanden, im eigenen Keller. Als Start ist das wirklich ein Lob wert. Doch auch nach der Demo haben sich die Fünf nicht auf die faule Haut gelegt, sondern kräftig weitere Lieder geschrieben.

Die Mitglieder

Hicktown ist eine vier-köpfige Gruppe mit einem Drummer, zwei Gitarristen (davon einer auch Sänger)und ein Bassist. Tobias Vogels sitzt hinter dem Schlagzeug, die lange Zeit, die er mit Unterricht verbracht hat, zahlt sich wirklich aus. Klemens Wildt, genannt Kleee, ist der erste Gitarrist. Obwohl er erst seit zweieinhalb Jahren Gitarre spielt, ist er schon sehr fortgeschritten in seinem Spiel. Bassist Paul Möltgen profitiert ebenfalls von seinem Unterricht, auch wenn er erst seit knapp 2 Jahren aktiv spielt. Max Mühlenbock spielt die zweite Gitarre und singt und schreibt Songs. Bisher nur auf Englisch.

Fazit (Dos Corazones)

Eine junge Band muss sich immer erst hocharbeiten, indem sie viel alleine, selbständig macht. Hicktown ist da meiner Meinung nach ein gutes Beispiel. Die Songs werden von den Bandmitgliedern verfasst, nicht nur Text, auch die Melodien. Einstudierte Songs werden schon recht professionell aufgenommen. Am Ende abgemischt und fertig. Die Demo ist kostenlos, zum Reinschnuppern und Vorgeschmack auf das erste Album. Die ersten Live-Auftritte werden bestritten. Der Anfang ist gemacht, der Rest hängt an Ihnen. Wenn Sie mit Rock-Pop etwas anfangen können, schauen sie auf die Seite und laden Sie sich die drei Lieder runter. Machen Sie sich Ihr eigenes Bild. Mir hat es die Musik auf jeden Fall angetan. Ich freue mich schon auf Live-Auftritte und auf eine CD. Ich gebe 8 von 10 Punkten. Ein gelungenes Debüt, meiner Meinung nach.

PS: Obwohl ich in der Band als Bassist war, habe ich hier versucht eine objektive Rezension zu schreiben. Wer anderes behauptet, dem kann ich natürlich nichts ausreden.

(dc)

Freitag, 8. Juni 2007

Linkin Park - Minutes to Midnight (Update)

Zwei Wertungen für ein Halleluja

Die Band um Shouter Chester Bennington und MC Mike Shinoda hat endlich ihr langerwartetes drittes Studioalbum veröffentlicht. Die Band die 1996 unter dem Namen Hybrid Theory ind Leben gerufen wurde änderte den Namen schnell in Linkin Park und brachte 1999 ihr erstes Album mit dem Namen Hybrid Theory heraus. Mit diesem Album verschafften Linkin Park der NuMetal-Bewegung den Durchbruch.
NuMetal steht für Bands, die sich zusätzlich zu ihren Metalelementen Anteile aus dem HipHop nehmen. Die bekanntesten Bands dieses Genres sind KoRn, Slipknot, Limp Biskit und eben Linkin Park.
Das Debutalbum begeisterte Kritiker und Fans auf der ganzen Welt und verhalf ihnen zu Ruhm in und außerhalb der Szene.
2002 legten sie dann Hybrid Theory noch einmal in einer Remixversion auf die den Namen Reanaimation trug. Dieses Albun zeichnete sich vorallem durch die namen der Songs aus, wie z.B.: 1Stp Clsr und Pts of Athrty.
2003 folgte dann mit Meteora das zweite Studioalbum, welches Dauerbrenner wie Numb oder Breaking the Habit enthält. Obwohl Breaking the Habit von Mike Shinoda geschrieben wurde hat Chester Bennington Probleme dieses Lied live zu singen, da es eng mit seiner Jugend zusammenhängt, die voller Hass Misshandlungen und sogar Vergewaltigungen war.
Ebenfalls 2003 brachten sie ihr Livealbum welches auch eine DVD enthielt auf den Markt. Es trug den Namen Live in Texas und wurde auf der Tour mit den Deftones, Mudvayne und Metallica aufgenommen.
Mit Collision Course brachten sie 2004 eine Split-LP mit HipHop-Mogul Jay-Z heraus, die Hits wie Numb/Encore enthält.
Nachdem sie 2005 fast durchgehend auf Tour waren, schlossen sie sich 2006 fast ein Jahr lang mit ihrem neuen Produzenten Rick Rubin, der bereits Acts wie die Red Hot Chili Peppers, Rage Against The Machine und die Beastie Boys produziert hat in einer Villa ein um an Minutes to Midnight zu arbeiten. Dieses Album klingt anders als seine Vorgänger, was einige Fans vor den Kopf stoßen könnte, die den alten Stil mochten. Das Album ist sehr viel ruhiger, verzichtet weitgehend auf HipHop-Elemente und erhielt zum ersten Mal für ein Linkin Park-Album den Explict-Content-Aufkleber, der auf Kraftausdrücke und gefährdende Inhalte hinweisen soll.

Wegen der enormen Änderung vergebe ich zwei Wertungen. Die erste bezieht sich auf Fans der "alten" Linkin Park und erhält 4 von 10 Punkten.
Wer aber dem Album eine Chance gibt, erkennt, dass es die einzige Möglichkeit war aus der Sackgasse des NuMetal zu entkommen, darum gebe ich als zweite Wertung 8,5 von 10 Punkten.

Das meint Dos Corazones

Mir gefällt Minutes to Midnight im Großen und Ganzen ganz gut. Allerdings sind meiner Meinung nach nur Leave out all the Best und What I've done richtig gut. Die übrigen Lieder befinden sich im Mittelfeld meiner Lieblingslieder. Auf jeden Fall ist Minutes to Midnight im Vergleich zu Meteora schlechter, jedoch immer noch gut, deshalb stehen dem 3. Album von Linkin Park 8 Von 10 Punkten zu.

Dienstag, 29. Mai 2007

Wir sind Helden - Soundso


*Vorsicht: Einleitung extrem subjektiv!!!*
Sie sind etwas ganz Besonderes. Ohne Plattenfirma berühmt geworden, eine ganze Welle von (mehr oder weniger begabten) Bands in Gang gesetzt und sich mit jedem Album weiterentwickelt.
Ihr neues Album hat natürlich einen gewaltigen Nachteil: Die nächste Platte kann gar nicht mehr besser werden, denn Perfektion lässt sich nur schwer übertreffen.
*Ab hier ist die Subjektivität aufgehoben*

Geschichte

Wir sind Helden haben sich 2001 gegründet und bescheiden angefangen. Mit 3000 Exemplaren ihrer EP Guten Tag ohne Major Label wurden sie zunächst in Berlin bekannt und später in ganz Deutschland. Ihr erstes Album, Die Reklamation, das besonders durch intelligente Texte und eine ausgewogene Mischung von Rockstücken und Balladen brillierte, zählt auch heute noch zu den meistverkauften Alben in Deutschland.
Mit Von Hier An Blind, das 2005 erschien, verlagerte sich das zuvor gut gehaltene Gleichgewicht stark auf die Seite der Balladen. Auch die Texte wirkten größtenteils etwas s
ymbollastiger und poetischer. Nichtsdestotrotz hielt das Album die Qualität des Erstlings, bot aber weit weniger wirkliche Hits (Nur ein Wort, Gekommen um zu bleiben, Von hier an blind).


Die Helden präsentieren sich nicht nur musikalisch wieder aggressiver

Album

Soundso ist nun das dritte Album von Judith Holofernes, Pola Roy, Mark Tavassol
und Jean-Michel Tourette . Besonders auffällig ist, dass der Anteil an rockigern Nummern nun wieder überwiegt. Die Helden trauen sich musikalisch mehr als beim vorangegangen Album. Hier werden Gitarrensoli rausgehauen, die man ihnen nie zugetraut hätte (Soundso), Sprechgesang ((Ode) An die Arbeit ) oder sehr viel Elekro (Endlich ein Grund zur Panik). Schon an diesen Beispielen erkennt man, wie abwechslungreich Soundso ausfällt, aber es geht noch weiter: Einfühlsame Balladen (Stiller, Lass uns verschwinden) wechseln sich mit lauteren Stücken wie Die Konkurrenz oder The Geek ab.
Textlich bewegen sich alle Texte gewohnheitsgemäß auf einem sehr hohen Niveau. Alles ist dabei: Sozialkritik (Endlich ein Grund zur Panik, The Geek, Die Konkurrenz, (Ode) An die Arbeit), Lieder über Liebe (Für nichts garantieren, Labyrinth) etc.
Jedes Lied regt zum Nachdenken an, denn die Texte sind wieder sehr "verwinkelt" geschrieben, doch sie lassen sich leichter verstehen als die von Von Hier An Blind.

Fazit (des Grafen) (auch er hat jetzt den Gebrauch des Genitivs verstanden)

Ich liebe Wir sind Helden. Daraus mache ich keinen Hehl und ich befürchte, dass die Objektivät der Rezension gewaltig darunter gelitten hat. Das ist Ihnen vielleicht in der Einleitung dieses Artikels aufgefallen.
Aber jetzt kann ich ohne Rücksicht subjektiv sein und das nutze ich auch aus:
Soundso ist das beste Musikalbum, das mir seit Jahren untergekommen ist. Ich kriege hier alles, was ich an den Helden mag, nur noch viel besser. Es orientiert sich nun wieder mehr am ersten Album, sprich etwas offensiver und weniger zurückhaltend als Von Hier An Blind. Wenn Judith Holofernes mir immer wieder "Endlich wieder ein Grund zur Panik, endlich ein grundlos Panik" in die Gehörgänge einhämmert, bin ich glücklich. Und wenn sich das Lied doch abgenutzt hat, ergötze ich mich am genialen Intro von Soundso, hüpfe bei The Geek passend zur Musik auf und ab, bewundere die Wortspiele bei Die Konkurrenz oder werde bei Stiller nachdenklich. Und dann freue ich mich wieder auf das Einhämmern.
Jetzt wieder objektiv: WSH zeigen mit ihrem neuen Album, dass sie sich musikalisch enorm weiterentwickelt haben, keines ihrer vorherigen Projekte war so abwechslungsreich und so gut abgestimmt wie dieses.
Und da mir beim besten Willen (ich habe wirklich lange überlegt) keine negativen Argumente zu diesem Soundso einfallen, muss ich wohl oder übel 10 von 10 Punkten geben. Allein (Ode) An die Arbeit und der Mut ein solches Lied, das eigentlich vollkommen aus dem Rahmen fällt, mit auf die Platte zu pressen, hat diese Wertung verdient.

Fazit(vom huGn) (denn wenn der Graf den Genitiv macht geh ich halt zum Dativ über)
Als ich die Rezension vom Grafen dachte ich, dass er jetzt Luftschlösser baut. Natürlich sind 10 Punkte ein wenig hoch gegriffen, wenn man z.B. an ein Album wie die Bestie in Menschengestalt
von die Ärzte denkt. Wären alle Lieder wie (Ode) an die Arbeit hätte Soundso 12 Punkte verdient.
Trotzalledem hat dieses Album jetzt schon einen Platz unter den fünf Alben des Jahres sicher.
Von mir gibt es 9 von 10 Punkten.

Montag, 28. Mai 2007

Panic! at the Disco - A Fever You Can't Sweat Out


Was machen vier Highschool-Schüler, die in Las Vegas leben und sich gerne mal verkleiden würden? Entweder werden sie Stars irgendeiner der vielen Schwulenshows in der Glitzerstadt oder sie gründen eine Band, deren Sound eine interessante Mischung aus Pop-Rock, Indie-Rock, das mit vielen Synthesizern gemischt wird.
Auf Panic! At The Disco trifft wohl eher, und zum Glück, letzteres zu. Mit ihrem Debütalbum A Fever You Can’t Sweat Out beweisen sie, wie gut ihre Mischung funktioniert und wie lang Songtitel sein können.


Musikalisch gesehen, setzen die vier Jungs um Gitarristen Ryan Ross auf Gute-Laune Rock mit lauten und perfekt angepassten Gitarrenriffs, gutem und nicht zu aufdringlichem Drums und merkwürdig anmutenden, nichtsdestotrotz genialen, Akkordeon- und Glockenspielabschnitten. Hinzu kommen die allgegenwärtigen Synthesizer, die das gesamte Album auf wunderbare Weise von denen anderer Rockbands abheben. Auf traurige, nachdenkliche oder gar depressive Lieder werden Sie hier nicht treffen.
Die Mischung aus Rock und Elektro mag anfangs ein bisschen gewöhnungsbedürftig sein, doch schon bald stört es den Hörer nicht mehr.
Für diese Mischung steht besonders Nails for Breackfast, Tacks for Snacks oder I Write Sins Not Tragedies.


Der Kleidungsstil der Band ist ebenso ausgefallen wie ihre Musik


Schon die Titel der Lieder deuten auf die komplexen und meist zungenbrecherischen Texte hin. Oder was erwarten Sie bei einem Lied, dass The Only Difference Between Martyrdom and Suicide Is Press Coverage oder There's a Good Reason These Tables Are Numbered Honey, You Just Haven’t Thought Of It Yet heißt?


Fazit (vom Grafen) (benutzt lieber den Dativ)

Ich kannte vor dem Kauf von A Fever You Can’t Sweat Out einzig I Write Sins Not Tragedies. Deshalb musste ich mich an die meisten der Lieder, aufgrund ihres klaren Einschlags zum Elektro, gewöhnen. Aber schon nach einiger Zeit schätzte und liebte ich dieses Album für seine herrliche Eigensinnigkeit, durch ihre eigenwillige Musik, die manchmal unerhört schnell gesungenen und komplexen Texte und das Erscheinungsbild der Bandmitglieder.
Panic! at the Disco ist durch dieses Album eine meiner Lieblingsband geworden und ich zähle schon jetzt ihr, voraussichtlich im Sommer erscheinendes, zweites Album zu meinen Must-have-Titeln (neben Wir sind Helden und das für den Herbst angekündigte Ärzte-Album).
Ich gebe 8,5 von 10 möglichen Punkten.

Fazit (des huGns) (denn er beherrscht den Genitiv)

Ich hatte mich sehr auf
A Fever You Can’t Sweat Out gefreut, da ich I Write Sins Not Tragedies kannte und diese neue Art sehr gut fand. Doch als ich dann die CD zum ersten Mal hörte fand ich, dass sie klang als wären die Songs nach einer Formel geschrieben worden. Sie klingen zwar unterschiedlich aber trotzdem hat man das Gefühl, dass sich die Songs sehr ähneln. Darum erhoffe ich mir für das zweite Album, dass sich die Titel mehr voneinander unterscheiden.


Panic! At The Discos Erstlingswerk erhält von mir 6,5 von 10 Punkten. Allerdings hat diese Band noch viel Potenzial nach oben.

Samstag, 26. Mai 2007

Muff Potter - Steady Fremdkörper


Das sechste Album der Band, die in Rheine gegründet wurde könnte für sie endlich den Durchbruch bringen, da die Texte, die alle vom Sänger Nagel selber geschrieben wurden durchweg gut gelungen sind.
Besonders die erste Single Fotoautomat und der namensgebende Track Steady Fremdkörper überzeugen auf ganzer Linie.

Fazit
Die sehr gute Liveband überzeugt auch im Studio voll und ganz. Meiner Meinung nach handelt es sich bei Muff Potter um die momentan beste Band Deutschlands.

Ich gebe Steady Fremdkörper 9,5 von 10 möglichen Punkten.

Hörbeispiel
Als Beispiel könnt ihr euch hier das erste Video aus dem Album anschauen.

Fotoautomat